Edelmetalle Gold Investieren

Gold in Religion und Kultur: Vom Alten Ägypten bis zum Vatikan

Tutanchamuns goldene Totenmaske neben der vergoldeten Kuppel des Petersdoms – als Symbol für Gold in der Religion vom Alten Ägypten bis zum Vatikan

Einleitung: Das Metall, das nach Ewigkeit roch

Wenn Sie einen antiken Tempel oder eine Kathedrale betreten, fällt Ihnen etwas Vertrautes auf: Licht, das sich im Gold spiegelt. Ob Sie im Grab eines Pharaos sind, in einer buddhistischen Pagode oder unter der Kuppel des Petersdoms – Gold begleitet Sie.

Es ist kein Zufall, dass Gold am häufigsten mit Göttern in Verbindung gebracht wird. Es ist selten, strahlt ewig und rostet nie. In den Augen vieler Zivilisationen wurde Gold zu der Substanz, die Erde und Himmel verbindet.

Ägypten: Gold als Fleisch der Götter

Biblisches Gold: Salomo und die Heiligen Drei Könige

Als König Salomo den Tempel in Jerusalem (10. Jahrhundert v. Chr.) errichten ließ, hieß es, er habe so viel Gold verwendet, dass „Silber als wertlos galt“. Allein sein Palast verfügte über 200 goldene Schilde.

Und als die drei Weisen aus dem Morgenland Jesus Geschenke brachten, war das erste Geschenk Gold. Das war nicht nur eine Gabe des Reichtums. Gold bedeutete die Anerkennung, dass der Neugeborene der „König der Könige“ war.

Bis heute hat Gold im Christentum eine besondere Rolle: Eucharistische Kelche müssen vergoldet sein, weil sie das Blut Christi berühren – eine Regel, die bereits von einem römischen Papst im 9. Jahrhundert festgelegt wurde.

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Byzanz: Die Hagia Sophia als Sonne auf Erden

Als die Hagia Sophia in Konstantinopel 537 geweiht wurde, standen die Gläubigen schweigend da. Die 55 Meter hohe Kuppel war mit Mosaiken aus goldenen Fliesen bedeckt. Jede Fliese war fingernagelgroß – insgesamt mehr als 30 Millionen Stück – gefertigt aus Goldstaub, der mit Glas vermischt wurde.

Für die Byzantiner war Gold nicht nur Reichtum – es war der Beweis, dass ihr Reich von Gott eingesetzt war.

Islam: Der Gold-Dinar und das Goldverbot für Männer

Muslimische Frau in traditioneller weißer Kleidung, geschmückt mit Goldschmuck, sitzt neben einem Mann in schlichter weißer Kleidung – als Illustration der islamischen Regel, die Gold für Frauen erlaubt, aber nicht für Männer.

Bild: Während Frauen Gold als Familienerbe bewahrten, ermutigte die islamische Lehre Männer, darauf zu verzichten, um Eitelkeit zu vermeiden.

Buddhismus: Goldene Tempel, die die Sonne spiegeln

In Kyoto, Japan, steht Kinkaku-ji, der „Goldene Pavillon“. Seine oberen Stockwerke sind vollständig mit Blattgold bedeckt. Wenn die Sonne scheint, spiegelt sich der Tempel im See, als würde er im Himmel schweben.

Noch beeindruckender ist die Shwedagon-Pagode in Myanmar. Ihre Kuppel ist mit 60 Tonnen Gold bedeckt und mit mehr als 5.000 Diamanten geschmückt. Viele glauben, dies sei der nächste Punkt, an dem die Erde den Himmel berührt.

Der Vatikan: Gold als Macht auf Erden

Ab dem 16. Jahrhundert wurden vatikanische Kirchen mit der Idee gebaut, dass sie „den Himmel auf Erden“ darstellen müssen.

Die Kuppel des Petersdoms, entworfen von Michelangelo, ist mit Tausenden goldenen Sternen auf blauem Grund verziert. Im Inneren wird so viel Vergoldung verwendet, dass Experten schätzen, im Vatikan seien mehr als 30 Tonnen Gold vorhanden.

Heute gilt der Vatikan als eine der größten „unsichtbaren“ Goldschatzkammern der Welt. Obwohl er offiziell keine Zahlen veröffentlicht, deuten Schätzungen darauf hin, dass der Vatikan pro Kopf mehr Gold besitzt als jedes Land der Welt.

Die Azteken und die Inka: Der Schweiß der Sonne

Historisch inspirierte Rekonstruktion des Inka-Sonnentempels Coricancha in Cusco mit goldbedeckten Wänden, einer großen goldenen Sonnenscheibe des Inti und Priestern, die ein heiliges Ritual vollziehen.

Bild: Der Inka-Sonnentempel (Coricancha) in Cusco, wo Gold göttliche Macht symbolisierte und als „Schweiß der Sonne“ verehrt wurde.

Moderne Kultur: Von Klimt bis Hollywood

Als Gustav Klimt zwischen 1907 und 1908 sein Meisterwerk Der Kuss schuf, verwendete er Hunderte Blätter Blattgold. Seine „Goldene Phase“ zeigte, dass Gold nicht nur ein Relikt ist, sondern auch ein Medium moderner Kunst.

In Hollywood sind die größten Auszeichnungen in Gold gekleidet: Die Oscar-Statuetten sind mit 24-karätigem Gold plattiert. Die Golden Globes und große Musik- und Filmpreise – alle nutzen Gold als Symbol für Erfolg.

Königshäuser und Gold heute

Die britische Königsfamilie bewahrt noch immer goldene Kronen, Schmuck und Zepter auf. Die St.-Edward-Krone, die bei Krönungen verwendet wird, enthält fast 2,5 Kilogramm Gold.

Die dänischen und schwedischen Königsschatzkammern besitzen ähnliche Sammlungen – Symbole der Macht, die Jahrhunderte zurückreichen.

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Fazit: Warum Gold?

Warum nicht Silber, Kupfer oder Eisen?

FAQ

Sie glaubten, es sei mit dem Sonnengott Ra verbunden.

Schätzungen zufolge werden für Kuppeln, Altäre und Verzierungen mehr als 30 Tonnen verwendet.

Shwedagon in Myanmar – 60 Tonnen Gold.

Die St.-Edward-Krone in Großbritannien enthält 2,5 kg Gold, und königliche Schatzkammern in ganz Europa besitzen viele weitere Dutzend Tonnen.